DEAL : Wissenschaftseinrichtungen verhandeln mit Elsevier

DEAL : Wissenschaftseinrichtungen verhandeln mit Elsevier

Erstmals nehmen die großen deutschen Wissenschaftseinrichtungen Verhandlungen mit Elsevier auf – dem Platzhirsch unter den Wissenschaftsverlagen. Ziel sei es, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Horst Hippler vorab der ZEIT, „fairere Konditionen für den Literaturerwerb zu erreichen“. Konkret heißt das: Ausgehandelt werden sollen deutschlandweite Lizenzverträge für das gesamte elektronische Zeitschriftenportfolio der großen Wissenschaftsverlage; zudem soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden. Die Verhandlungen finden statt im Rahmen des Projekts „DEAL“, dem es um bundesweite Lizensierung von Angeboten großer Verlage geht und das die Allianz der Wissenschaftsorganisationen initiiert hat. Neben den Verhandlungen mit Elsevier sollen auch mit den Verlagen Springer Nature und Wiley erste Sondierungsgespräche aufgenommen werden. Hintergrund der Verhandlung ist die zunehmend schwierige Versorgung mit Fachliteratur für Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland durch die konzentrierte Marktmacht der Großverlage. Die Erwerbungsetats der wissenschaftlichen Bibliotheken hielten mit der Preissteigerung nicht mehr mit und führten zu einer nicht-adäquaten Literaturversorgung von Wissenschaftlern und Studierenden, so die HRK. „In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist die Wissenschaft in hohem Maße von einer schnellen, umfassenden und möglichst barrierefreien Literatur- und Informationsversorgung abhängig. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt eine große Chance haben, hier gemeinsam deutlich bessere Bedingungen zu erreichen“, sagte Hippler.
Quelle: www.newletterversand.zeit.de ChancenBrief vom 04.08.2016